Analytical Reviews

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EUR/USD-Analyse – 13. Mai: Iran und die USA entfernen sich zunehmend von einer Einigung
07:15 2026-05-13 UTC--4

Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Abwärtsbewegung am Dienstag fort, nachdem es vom Niveau bei 1,1786 zurückgeprallt war. Das Paar konsolidierte sich unter dem 50,0%-Fibonacci-Retracement bei 1,1745, was Erwartungen eines weiteren Rückgangs in Richtung des nächsten Fibonacci-Levels von 38,2% bei 1,1666 stützt. Eine Konsolidierung oberhalb der Marke von 1,1745 würde den Euro begünstigen und eine Rückkehr zum Niveau von 1,1786 ermöglichen, das den Bullen bereits mehrfach Widerstand geleistet hat.

Die Wellensituation im Stundenchart bleibt derzeit überschaubar. Die letzte abgeschlossene Abwärtswelle hat das vorherige Tief nicht durchbrochen, während die letzte Aufwärtswelle (die sich noch ausbildet) das vorherige Hoch überschritten hat. Damit bleibt der Trend „bullish“, ist aber stark instabil – alle jüngsten Wellen sind in etwa gleich groß, und die Bewegung ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Der vorläufige Waffenstillstand zwischen Iran und den USA hat die Bullen gestützt, aber jetzt, nach fünf Wochen, lässt sich sagen, dass die Geopolitik eher auf eine Fortsetzung des Konflikts als auf eine Lösung hindeutet. Daher könnten bullishe Angriffe verhalten bleiben oder ganz ausbleiben.

Am Dienstag prasselten weitere negative geopolitische Nachrichten auf den Markt ein. Es wurde bekannt, dass Donald Trump beabsichtigt, die militärischen Operationen und Bombenangriffe gegen den Iran wiederaufzunehmen, falls die Verhandlungen mit Teheran endgültig in einer Sackgasse enden. Meiner Ansicht nach ist dieser Punkt bereits erreicht. Am Wochenende gelang es den USA und dem Iran erneut nicht, Fortschritte zu erzielen, und am Montag erklärte der US-Präsident, der Waffenstillstand hänge an einem seidenen Faden. Sollte Washington beschließen, die Raketenangriffe gegen den Iran wiederaufzunehmen oder die Blockade der Straße von Hormus gewaltsam aufzuheben, droht der Iran damit, die Urananreicherung auf 90 % zu erhöhen und auf jeden Angriff zu reagieren – so wie bereits im Februar und März. Damit bewegen sich die Konfliktparteien derzeit nicht auf die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding oder eines umfassenden Friedensabkommens zu. Sie steuern vielmehr auf eine Eskalation des Konflikts zu, der sich vor diesem Hintergrund über viele Monate oder sogar Jahre hinziehen könnte. Genau aus diesem Grund sind bullishe Angriffe in den letzten Wochen zum Erliegen gekommen, während die Bären nun häufiger angreifen. Der Markt glaubt noch immer an ein Wunder und hofft, dass die Parteien zumindest einen neuen Krieg vermeiden. Zugegebenermaßen ist ein eingefrorener Konflikt besser als ein neuer Krieg. Allerdings sinken die Chancen auf dieses vergleichsweise positive Szenario mit jedem weiteren Tag.

Im 4-Stunden-Chart hat das Währungspaar erneut vom 50,0%-Korrekturlevel bei 1,1778 nach oben abgeprallt, sich zugunsten des US-Dollars gedreht und mit einem Rückgang in Richtung der Korrekturmarken 1,1706 und 1,1617 begonnen. Eine Stabilisierung oberhalb der Marke von 1,1778 würde es den Tradern ermöglichen, auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung 1,1849 und 1,1938 zu hoffen, die sich herausgebildet haben, nachdem das Paar den abwärts gerichteten Trendkanal verlassen hatte. Derzeit sind auf keinem Indikator neue Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report:

In der letzten Berichts­woche eröffneten professionelle Trader 383 Long-Positionen und 3.893 Short-Positionen. Über sieben Wochen im Februar und März ist der gesamte Vorsprung der Bullen verschwunden, und in den vergangenen sechs Wochen hat sich die Situation etwas ausgeglichen. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt nun bei 217.000, während sich die Short-Positionen auf 185.000 belaufen. Der Abstand vergrößert sich damit erneut zugunsten des Euro.

Insgesamt blicken große Marktteilnehmer langfristig weiterhin mit erheblichem Interesse auf den Euro. Natürlich beeinflussen verschiedenste Ereignisse rund um den Globus – von denen es in den letzten Jahren viele gab – weiterhin die Stimmung der Investoren. Insbesondere bleibt die Aufmerksamkeit des Marktes auf den Nahen Osten gerichtet, wo der Krieg lediglich unterbrochen, aber nicht beendet wurde. Daher werden sich die Wechselkurse von Euro und US‑Dollar in naher Zukunft weniger an der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB und auch nicht an Konjunkturdaten orientieren, sondern vor allem an der Entwicklung in Iran.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

  • Eurozone – Veränderung der Industrieproduktion (09:00 UTC).
  • Eurozone – Veränderung des BIP im 1. Quartal (09:00 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Erzeugerpreisindex (12:30 UTC).
  • Eurozone – Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde (19:15 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 13. Mai umfasst vier Termine, von denen keiner von besonderem Interesse ist. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung am Mittwoch dürfte gering ausfallen.

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps:

Verkaufsgelegenheiten boten sich nach einem Rückprall vom Niveau von 1,1786 und nach einer Konsolidierung unterhalb des Niveaus von 1,1745 im Stundenchart mit einem Ziel bei 1,1666. Diese Positionen können auch heute noch offen gehalten werden. Neue Kaufgelegenheiten können nach einer Konsolidierung oberhalb des Niveaus von 1,1745 in Betracht gezogen werden, mit Zielbereichen bei 1,1786 und 1,1824.

Die Fibonacci-Retracement-Gitter sind im Stundenchart von 1,2082–1,1410 und im 4‑Stunden-Chart von 1,1474–1,2082 gezogen.

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