Analytical Reviews

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EUR/USD Analyse – 13. Mai: Der Euro setzt seine Talfahrt fort
13:30 2026-05-13 UTC--4

Das Wellenmuster im 4-Stunden-Chart für EUR/USD hat sich etwas verändert. Vom Abbruch des seit Januar letzten Jahres laufenden Aufwärtstrendsegments (unteres Bild) kann zwar noch keine Rede sein, doch die Wellenstruktur dieses Trends wirkt inzwischen sehr uneindeutig. In solchen Situationen empfehle ich immer, auf einen kleineren Zeitrahmen (oberes Bild) umzuschalten und die einfachsten und kleinsten Wellenstrukturen zu analysieren, um eine kurzfristige Prognose zu erstellen, die in der Regel für das Eröffnen von Positionen ausreicht. Wellenstrukturen können sehr komplex werden und mehrere unterschiedliche Szenarien zulassen. Am einfachsten ist es, standardmäßige „Fünf-Drei“-Muster zu handeln.

Im obigen Bild lässt sich eine klassische fünfwellige Impulsstruktur mit einer Extension in der dritten Welle erkennen. Nachdem diese Struktur abgeschlossen war, begann der Markt, ein Korrekturmuster zu formen, das aus mindestens drei Wellen besteht. Allerdings könnte sich aus dieser Struktur auch ein impulsives Fünf-Wellen-Muster entwickeln, was durchaus möglich ist. Dennoch kann man nicht sicher davon ausgehen, dass sich Welle 5 formt, da derzeit eigentlich eine Korrekturstruktur erwartet wird. Traditionell sollte sie die Form eines Drei-Wellen-Musters annehmen.

Das Währungspaar EUR/USD ist am Mittwoch um 30 Basispunkte gefallen und hat in den ersten beiden Tagen der Woche etwa 50 Punkte verloren. Die gesamten Verluste des Euro belaufen sich damit auf nicht mehr als 80 Punkte, was an sich nicht besonders viel ist. In der aktuellen Situation kommt es jedoch vor allem auf den Nachrichtenhintergrund an. In den ersten drei Tagen der Woche war dieser ganz klar ungünstig für Käufer von EUR/USD. Sollte das so bleiben, dürfte der Rückgang des Euro anhalten.

Zur Erinnerung: Donald Trump erklärte in dieser Woche, dass der vorläufige Waffenstillstand zwischen Iran und den Vereinigten Staaten kurz vor dem Scheitern steht. Der US-Präsident präzisierte nicht, was passieren würde, falls der Waffenstillstand endet, doch einige Insider berichten, Trump könnte neue Raketenangriffe gegen den Iran anordnen. Im Grunde bleiben nur wenige Alternativen. Teheran ist nicht bereit, Zugeständnisse zu machen, und Washington ebenso wenig. Da Trumps bevorzugtes Mittel zur Durchsetzung seiner Ziele Aggression ist, muss mit einer Wiederaufnahme des Konflikts gerechnet werden.

Natürlich würde auch ich, wie viele andere Marktteilnehmer, es vorziehen, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden. Offiziell hat bislang keine der beiden Seiten die Gespräche abgebrochen. Ob diese jedoch tatsächlich noch aktiv geführt werden und ob es Fortschritte gibt, ist unbekannt. Dem Markt bleibt nichts anderes übrig, als zu spekulieren. Und in der ersten Wochenhälfte wirkten diese Spekulationen gegen den Euro.

Hinzu kommt, dass heute in der Europäischen Union eher mittelmäßige Daten zur Industrieproduktion und zum BIP des ersten Quartals veröffentlicht wurden. Im Vergleich zu den Prognosen kann man keinen der Berichte als katastrophal bezeichnen, doch die Zahlen waren abermals schwach. Die Industrieproduktion stieg nur um 0,2 %, während das BIP zum Vorquartal lediglich um 0,1 % zunahm. Diese Werte gaben dem Markt keinen Anlass, den Euro zu kaufen.

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Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Grundlage der durchgeführten EUR/USD-Analyse komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument sich weiterhin in einem Aufwärtstrendsegment (unteres Bild) befindet, während es sich kurzfristig innerhalb einer Korrekturstruktur bewegt. Das Korrekturwellenmuster wirkt weitgehend abgeschlossen, könnte sich jedoch noch zu einer komplexeren und ausgedehnteren Formation weiterentwickeln. Die geopolitische Lage im Nahen Osten könnte in naher Zukunft einen Rückgang des Paares auslösen, weshalb bei Long-Positionen Vorsicht geboten ist. Vorerst rechne ich weiterhin damit, dass das Paar in Richtung des Bereichs um 1,19 steigen wird, auch wenn der Nachrichtenhintergrund in den ersten drei Tagen der Woche dagegen spricht.

Im kleineren Zeitrahmen ist das gesamte Aufwärtstrendsegment sichtbar. Die Wellenstruktur ist nicht ganz standardmäßig, da sich die Korrekturwellen in ihrer Größe unterscheiden. So ist beispielsweise die größere Welle 2 kleiner als die interne Welle 2 innerhalb der Welle 3. Solche Konstellationen kommen jedoch vor. Ich möchte daran erinnern, dass es am besten ist, sich auf klare und gut erkennbare Chartstrukturen zu konzentrieren, anstatt zwanghaft jede einzelne Welle exakt bestimmen zu wollen. Die letzten Wellen lassen sich nur schwer eindeutig klassifizieren, weshalb ich mich in meiner Analyse stärker auf den höheren Zeitrahmen stütze.

Grundprinzipien meiner Analyse

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und verändern sich häufig unerwartet.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, an der Seitenlinie zu bleiben.
  3. Es kann niemals vollständige Sicherheit über die Marktrichtung geben. Denken Sie immer daran, schützende Stop-Loss-Orders zu verwenden.
  4. Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

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