Analytical Reviews

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GBP/USD: Überblick für den 14. Juli. Inflation und die Rede von Kevin Warsh werden über das Schicksal des Dollars entscheiden
21:59 2026-07-13 UTC--4

Das Währungspaar GBP/USD hat in den vergangenen zwei Wochen nahezu 300 Pips zugelegt; dennoch stellt sich die Frage, ob die britische Währung ihren Anstieg fortsetzen wird. Dabei ist anzumerken, dass wir den jüngsten Sprung des Paares als vollständig gerechtfertigt „für vergangene Leistungen“ ansehen. Anders ausgedrückt: Der US‑Dollar schöpft 2026 aus jedem Ereignis den maximalen Nutzen, und sein Anstieg ist nicht immer vollständig gerechtfertigt. Zudem besteht auf den höheren Zeitrahmen nach wie vor eine einjährige Seitwärtsphase, sodass jede Bewegung innerhalb der Seitwärtsrange von 1,3150–1,3780 grundsätzlich erwartet und logisch ist. Insofern überrascht uns der jüngste Anstieg des britischen Pfunds nicht.

In dieser Woche richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit des Marktes auf zwei Ereignisse. Erstens wird heute der US‑Inflationsbericht für Juni veröffentlicht. Zweitens wird der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, vor dem US‑Kongress eine Rede halten. Wichtig ist dabei, dass die Rede am Tag nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten stattfindet, sodass Warsh in seinen Ausführungen auf die aktuellsten Informationen zurückgreifen kann. Zur Erinnerung: Die zentrale Frage für den Markt bleibt, wie sich die Fed im Jahr 2026 verhalten wird. Im vergangenen Monat erklärte Warsh, dass die aktuellen Inflationswerte in den USA inakzeptabel seien, was viele Marktteilnehmer als Ankündigung mehrerer Anhebungen des Leitzinses interpretierten. Wir gehen nicht davon aus, dass die Geldpolitik um jeden Preis gestrafft wird, betonen aber zugleich, dass letztlich alles von der Inflation abhängen wird.

Anfang Juli haben wir erfahren, dass sich der US‑Arbeitsmarkt erneut abkühlt. Ein gleichzeitiger Rückgang der Inflation würde der Fed daher etwas Luft verschaffen, da sie mit einer Abschwächung der Wirtschaft rechnen könnte, ohne zu aggressiven geldpolitischen Maßnahmen greifen zu müssen. Sollte die Inflation jedoch nur allmählich oder gar nicht nachlassen, wird die Fed gezwungen sein, mindestens ein bis zwei Zinserhöhungen vorzunehmen. Am Mittwoch wird Kevin Warsh die Inflationsdaten für Juni bereits kennen, und wir werden seiner Rede entnehmen können, ob die US‑Notenbank vor dem Hintergrund fallender Öl‑ und Gaspreise mit einem allmählichen Rückgang der Inflationsrate rechnet.

Sollte Warsh weiterhin betonen, dass das aktuelle Inflationsniveau inakzeptabel ist, und sollten die tatsächlichen Juni‑Zahlen eine unbefriedigende Dynamik aufweisen, dürfte sich die Fed auf eine Straffung vorbereiten. Wird der US‑Dollar in diesem Fall steigen? Man sollte sich in Erinnerung rufen, dass der Markt eine Zinserhöhung der Fed nach der Juni‑Sitzung bereits weitgehend eingepreist hat. Daher rechnen wir ohnehin nicht mit einer nennenswerten Aufwertung der US‑Währung. Dennoch könnte der US‑Dollar am Dienstag und Mittwoch gefragt sein, was für das Währungspaar GBP/USD eine durchaus nachvollziehbare Abwärtskorrektur bedeuten würde.

Weitere Ereignisse würden wir derzeit nicht in unsere Betrachtung einbeziehen. Der Markt schenkt der Geopolitik kaum noch Beachtung, und im Vereinigten Königreich stehen lediglich einige wenig bedeutsame Veröffentlichungen an. Wir sind weiterhin der Ansicht, dass die aktuelle Seitwärtsphase „über allem steht“, sodass der Anstieg der britischen Währung anhalten wird.

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaares GBP/USD in den letzten fünf Handelstagen bis zum 14. Juli beträgt 60 Pips und ist damit als „mittel-niedrig“ einzustufen. Am Dienstag, dem 14. Juli, erwarten wir eine Bewegung des Paares innerhalb der Spanne, die durch die Marken 1,3321 und 1,3441 begrenzt wird. Der obere lineare Regressionskanal zeigt nach unten und signalisiert damit die Fortsetzung eines Abwärtstrends. Der CCI-Indikator ist zweimal in den überverkauften Bereich eingetreten und hat zwei bullische Divergenzen ausgebildet, was auf ein mögliches Ende des Abwärtstrends hindeutet. Inzwischen hat der Indikator jedoch eine bärische Divergenz gebildet.

Nächste Unterstützungszonen:

  • S1 – 1,3367
  • S2 – 1,3306
  • S3 – 1,3245

Nächste Widerstandszonen:

  • R1 – 1,3428
  • R2 – 1,3489
  • R3 – 1,3550

Handelsempfehlungen:

Das Paar GBP/USD befindet sich weiter in einem Abwärtstrend, der als Korrektur innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends anzusehen ist, was auf dem Tages- oder Wochen-Chart deutlich zu erkennen ist. Das globale fundamentale Umfeld für den Dollar bleibt negativ, doch im Jahr 2026 haben zunächst die Geopolitik und anschließend die restriktive Haltung der Fed dem US-Dollar starke Unterstützung verliehen. Befindet sich der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, kommen Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,3367 und 1,3306 in Betracht. Oberhalb des gleitenden Durchschnitts könnten Long-Positionen mit Zielen bei 1,3428 und 1,3489 relevant sein. Die Bären sind derzeit ohne ersichtlichen Grund äußerst stark.

Kommentare zu den Abbildungen:

  • Lineare Regressionskanäle helfen dabei, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, ist der Trend derzeit stark.
  • Die gleitende Durchschnittslinie (Einstellungen 20,0, geglättet) zeigt den kurzfristigen Trend sowie die Richtung an, in die gehandelt werden sollte.
  • Murray-Level sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) geben auf Basis der aktuellen Volatilitätsindikatoren den wahrscheinlichen Preiskanal an, in dem sich das Paar in den kommenden Tagen bewegen wird.
  • Das Eindringen des CCI-Indikators in den überverkauften Bereich (unter -250) oder den überkauften Bereich (über +250) weist darauf hin, dass ein Trendwechsel in die Gegenrichtung näher rückt.

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